Weiterbauen in Malix
2602 | malch

Das Haus von 1895 wird in seiner Hanglage weitergebaut. Der nördliche Anbau wird zur Erschliessung umgenutzt und verbindet Bestand und Erweiterung. Eine Tragstruktur aus Beton trägt den neuen Holzkörper und gibt dem Anbau seinen klaren Ausdruck.

Objektkategorie
Einfamilienhaus
Bauherrschaft
Privat
Massnahme
Neubau
Realisation
2027 (geplant)
Gebäudevolumen
500 m3
Leistungsphasen
alle Leistungsphasen
Worte zum Projekt

Das Haus von 1895 trägt in seiner Hanglage die Spuren seiner Geschichte sichtbar in sich. Über Jahrzehnte wurde es erweitert, angepasst und weitergebaut. Der neue Anbau versteht sich als weiterer Baustein dieser Entwicklung. Er nimmt die vorhandenen Schichten des Bestands auf, ordnet sie neu und führt das Haus in seiner Eigenlogik weiter.

 

Ausgangspunkt ist der nördliche Anbau, dessen bestehende Bausubstanz bisher Garage und Küche aufnahm. Im neuen Projekt wird dieser Teil zur Erschliessung umgenutzt und übernimmt eine vermittelnde Rolle zwischen Alt und Neu. Er verbindet die neue Doppelgarage im Untergeschoss mit den neuen Wohnräumen im Obergeschoss, in denen Küche, Essbereich und Bibliothek zu einem zusammenhängenden Ort des Alltags werden.

 

Die Konstruktion macht diesen Übergang räumlich lesbar. Eine Tragstruktur aus Beton zieht sich von innen nach aussen und gibt dem Anbau seine klare Ordnung. Decken und Dach sind als Holzbalkenkonstruktion gedacht und bringen Leichtigkeit, Wärme und Massstäblichkeit in den neuen Baukörper. Darauf aufbauend entsteht ein klar gefasster Holzbau, der von der mineralischen Struktur getragen wird und dem Anbau seinen ruhigen, präzisen Ausdruck verleiht.

 

Es entsteht ein Anbau, der das bestehende Haus nicht überlagert, sondern weiterschreibt – robust in der Struktur, warm im Ausdruck und selbstverständlich in der Art, wie er Altbau, Landschaft und neues Wohnen miteinander verbindet.

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